Über den Autor


Markus Schmidt, Jahrgang 1983, wohnt in Gera. Er ist Feuerartist (Pyrometheus), Feuerpädagoge und engagierte sich bis zu seinem Umzug ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Recklinghausen.

 

Wer Markus kennt, glaubt nur schwer, dass es eine Zeit in seinem Leben gab, in der er Angst vor Feuer hatte. Doch diese Zeit gab es, auch wenn Sie sich auf die Phase als Kleinkind begrenzt. Damals jedoch konnte er keine Kerze brennen sehen. Im Laufe der Jahre und durch verschiedene äußere Faktoren wich diese Angst von allein und machte einer immer stärker werdenden Faszination Platz.

 

Fast zwangsläufig musste das Element erforscht werden, was, insbesondere in der Pubertät, zu zahlreichen Zündel-Experimenten führte. Mit einem Vater, der seinerzeit Angehöriger einer Feuerwehr war und jeglichen Feuerumgang sanktionierte, war dies jedoch kein leichtes Unterfangen. Alle Feuer durften zudem eine bestimmte Größe nie überschreiten (und taten es auch nicht), damit sie im Falle eines Falles schnell gelöscht werden konnten - denn meist fanden sie schließlich streng geheim und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

 

Durch intensives Training verschiedener Kampfkünste veränderte sich nicht nur sein Charakter, sondern er erlangte eine gänzlich andere Sichtweise auf die Dinge dieser Welt. Zunächst jedoch liebte er es als junger Erwachsener mit Anfang zwanzig am heimischen Kamin oder der Feuerschale im Garten zu sitzen - manchmal auch die gesamte Nacht, was ihm häufig erst dann bewusst wurde, wenn sich der Tag mit seinen ersten Lichtstrahlen ankündigte.

 

Da die Faszination immer größere und stärkere Formen annahm und ihn nicht selten der Anblick und/oder der Geruch von Feuer in einen fast trance-ähnlichen Zustand versetzte, begann er schließlich, sich selbst zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.  Geprägt von der asiatischen Lehre ging er diesen Weg, der für ihn zu einer absoluten Bereicherung seines Lebens werden sollte, sehr offen an. Sein Ziel: Das Feuer zu studieren!

 


Heute gibt er Workshops zum richtigen Umgang mit Feuer oder verzaubert und begeistert das Publikum mit seinen Auftritten als Feuerartist. Bis zu seinem Umzug von NRW nach Thüringen war er zudem ehrenamtlich in der freiwilligen Feuerwehr Recklinghausen aktiv. Er ist (Gründungs-)Mitglied des Feuerpädagogik e.V., einem gemeinnützig, anerkannten Verein, für den er so oft es seine Zeit erlaubt, als Referent aktiv ist. Weitere Erfahrungen erhöhen seine Feuerkompetenz. So ist er 2010 barfuss über glühende Kohlen gelaufen, wurde 2014 vom WDR Fernsehen als Feuerspucker verpflichtet, erlebte 2015 seinen ersten Feuerstunt und nahm 2016 bereits an seiner dritten Heißausbildung teil, bei der er eine Rauchgasdurchzündung erlebte. Wenngleich er kein ausgebildeter Psychologe ist, so plant er ein Projekt für Personen zur Bewältigung der Feuerangst.

 

Für ihn selbst bedeutet Feuer mehr als Hitze und Flammen. Feuer bedeutet für ihn Verantwortung. Feuer bedeutet für ihn Evolution. Feuer bedeutet für ihn Leidenschaft. Neben seinen Kernleitsätzen "Wer ein Feuer anzündet, sollte zuerst wissen, wie es wieder aus geht" und "Es gibt keinen gefahrlosen Umgang mit Feuer, nur einen verantwortungsbewussten", die er vom Feuerpädagogik e. V. übernommen hat, bildet folgender Ausspruch einen Teil seiner Überzeugung:

 

"Nur wer selbst brennt, kann das Feuer in anderen entfachen."

(Aurelius Augustinus)

 

Es gilt (für ihn und diese Website):   Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!