Feuer und Psychologie


Die menschliche Psyche ist äußert komplex. Allgemein bekannt ist, dass sich unser Verhalten und unsere Erfahrungen durch andere Menschen, mit denen wir in Kontakt treten, sowie durch Umwelteinflüsse, die auf uns wirken, entwickelt. Durch alles was wir erleben, baut sich unser Selbstbild, sowie unsere Meinung von den Dingen und anderen Menschen auf. Wir legen für unterschiedliche Situationen Verhaltensmuster an, sodass unser Gehirn darauf zurückgreifen kann. Um uns mit unserer Umwelt und anderen Menschen in Beziehung zu setzen, sind unsere Sinnesorgane, sowie unser Körper von entscheidender Bedeutung, sowie unsere Bewertung im Gehirn.

Feuer als Reiz kann ganz unterschiedliche Gedanken, Verhaltensweisen oder Emotionen auslösen. Während sich einige Menschen an einem Lagerfeuer oder romantischem Kerzenlicht erfreuen, führen selbige Reize bei anderen zu einer Angst- und/oder Panikreaktion. Für eine weitere Gruppe ist der Feuerreiz neutral ausgeprägt, sodass er weder positiv noch negativ behaftet ist.

 

Es gibt allerdings auch Menschen, die beim Anblick von Feuer eine Erektion bekommen oder Menschen, die durch das Legen von Feuer etwas substituieren, also ersetzen, möchten, was ihnen woanders fehlt. So kann sich unter Umständen und über die Zeit hinweg eine Pyromanie entwickeln oder es sich um einen Feuerwehrangehörigen handeln, der nach Aufmerksamkeit strebt, wenn er besonders fleißig bei einer Brandbekämpfung mitwirkt. Weiterhin ist es möglich, dass Menschen ein zunächst völlig normales Leben führen und aufgrund von plötzlich eintretenden Ereignissen nicht mehr weiter wissen und sich in Verzweiflung das Leben mit dem Suizidmittel Feuer zu nehmen versuchen.